Herzlich willkommen im Lagerhaus Feldkirchen bei München

Aktuelles

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

das Lagerhaus hat am Samstag den 19.06.2021 geschlossen.

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Feldrandhygiene

Einwandern von Ungräsern und Unkräutern verhindern!

Sicherlich besteht im Abmulchen von Feldrändern zwischenzeitlich ein Interessenskonflikt zum Insektenschutz. Es gilt dennoch, von den Feldrändern her das Einwandern von Ungräsern und Unkräutern (z. B. Trespen, jährige Rispe, Vogelknöterich,

Storchschnabel) in die Ackerflächen zu vermeiden. Auch Pilze wie Roste, Mehltau, Ährenkrankheiten und Mutterkorn (Blüteninfektionen, besonders bei Roggen und Triticale!) sind zu finden.

 

Deshalb stellt das Mähen oder Mulchen der Feldränder auch eine wichtige Maßnahme zur Verringerung von Pilz- und Unkrautdruck dar.

Durch Mähen oder Mulchen der Ränder, spätestens nach der Gräserblüte, wird die Grasnarbenbildung gefördert und der Unkraut- und Pilzdruck auf die Kulturpflanzen reduziert. Ziel ist eine konkurrenzstarke Grasnarbe, die Unkrautsamen keine Chance lässt. Auch hinsichtlich der Ausbreitung von Verzwergungsvirosen ist das Kurzhalten der Feldränder ein wichtiger Baustein, da Gräser ein wichtiger Lebensraum für Zikaden und Läuse sind und auch verschiedene Grasarten von Getreidevirosen befallen werden können.

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Krautfäule in Kartoffeln

Jetzt Spritzstart durchführen!

Durch die vielen Niederschläge und der sehr hohen Luftfeuchtigkeit haben wir derzeit einen erhöhten Krautfäuledruck. Auch das Krautfäule – Prognosemodell Symphyt 1 empfiehlt für fast alle Bestände, die bis 31.05. aufgelaufen sind, jetzt den Spritzstart durchzuführen.

Kontrollieren Sie daher bitte Ihre Bestände. Es sollten jetzt zum Spritzstart systemische Fungizide eingesetzt werden. 

-    Der Spritzabstand sollte zurzeit ca. 7 – 10 Tage sein, je nach gefallenen Niederschläge.     Nach Starkregenereignissen muss der Fungizidschutz erneuert werden.-    Vergleich der Regenfestigkeit: Systemische Produkte wie Ridomil und Infinito sind nach ca. 1 Std. vom Blatt aufgenommen und Zorvec sogar vielleicht noch schneller. Beim Proxanil rechnet man mit 3 – 4 Stunden.

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Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

das Lagerhaus hat am Samstag den 12.06.2021 von 08:00 - 10:00 Uhr zur Düngerabholung geöffnet.

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Winterweizen:

Ährenbehandlung ohne Greening-Effekt

Zeitpunkt entscheidet über Fusariumwirkung

Nach Fungizidvorlage auf Trockenstandorten mit sehr schneller Abreife oder Höhenlagen mit später langsamer Abreife werden gerne strobilurin- und carboxamidfreie Fungizide mit geringerem reifeverzögernden Greening-Effekt oder reduzierte Aufwandmengen strobilurinhaltiger Fungizide zum Zeitpunkt des Ährenschiebens eingesetzt. Gute Wirkung gegen sekundäre Schwärzepilze und Rostarten. Der Termin entscheidet über die Wirkung auf Fusarium. Je mehr der Termin Richtung Blüte des Weizens rückt, desto größer ist die Reduzierung der Toxinbildung der Fusariumpilze.

Im Stadium 61 (erste Staubbeutel werden sichtbar) bis Stadium 65 (50 % reife Staubbeutel) ist statistisch der optimale Zeitpunkt für Fusariuminfektionen und somit für eine erfolgreiche Fusariumbekämpfung. Wichtig ist, dass sich der gesamte Bestand in der Blüte befindet. Zu frühe und zu späte Applikationen führen zu abfallenden Wirkungsgraden.

Fusariuminfektionen sind neben der Vorfrucht (Mais, Getreide = hoher Infektionsdruck) sehr stark von der Witterung und den daraus resultierenden Infektionsbedingungen abhängig. Günstige Bedingungen hierfür sind befeuchtete Ähren während der Weizenblüte und Temperaturen über 15 bis 20° C. Die für die Infektion benötigte Feuchtigkeit kann durch 2 mm Niederschlag bereits erreicht sein. Je wärmer, desto geringer sind die Ansprüche an die Befeuchtungsdauer (Infektion läuft schneller ab, evtl. reicht starke Taubildung).

Der Erfolg eines chemischen Schutzes hängt stark von vom zeitlichen Abstand zur erfolgten Infektion ab. Die Behandlung sollte, kurz vor oder, um sich nicht auf Wettervorhersagen zu verlassen, ein bis maximal zwei Tage nach einem Regenschauer > 2 mm erfolgen. Die Aufwandmengen dürfen nicht reduziert werden. Dadurch kann in der Praxis eine Verringerung bei Befall und Mykotoxinbildung von 50 – 70 % erreicht werden. Fusariuminfektionen können schnell zu hohen Gehalten an Pilzgiften (Mykotoxinen) im Erntegut führen wie man zum Beispiel im Starkbefallsjahr 2012 sehen konnte. Wertminderungen bei Mahl- und Futterweizen bis zu Schädigungen in der (Schweine-) Fütterung sind mögliche Folgen. Für die Höhe der DON Bildung ist auch der weitere Witterungsverlauf nach erfolgter Infektion entscheidend. Bei Befall werden die Behandlungskosten bereits durch die Mehrerträge gedeckt. In Risikofruchtfolgen und anfälligen Sorten wird daher dringend zu einer entsprechenden Fusarium-Behandlungsstrategie geraten.

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Soja - jetzt auf Blattrandkäfer achten
Bestände Kontrollieren

Die Käfer haben ein großes Wirtsspektrum und kommen neben den Lupinen auch in Soja und
kleinkörnigen Futterleguminosen vor. Die Käfer verlassen ab März oder April bei
Tagestemperaturen ab etwa 15 °C ihre Winterquartiere in der Bodenoberfläche und fressen die
typischen halbkreis- oder kreisförmigen Buchten in die Blätter der Pflanzen.
Die Käfer sind schwer zu finden, da sie einen ausgeprägten Fallreflex haben. Die Larven der
Blattrandkäfer können etwa ab der Blüte an und in den Wurzelknöllchen gefunden werden. Sie
sind cremeweiß, 5 bis 7 mm lang und haben eine braune Kopfkapsel. Durch den Fraß der Larven
an den Wurzelknöllchen entsteht der größte Schaden, da die N-Fixierungsleistung sinkt und eine
Eintrittspforte für Krankheitserreger geschaffen wird. Ertrags- und Knöllchenverluste bis zu 40 %
sind möglich.
Der Pflanzenzüchter DSV empfiehlt vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, wie etwa Abstand zu
Leguminosenschlägen des Vorjahres oder die Begünstigung von zügigem Auflaufen und einer
guten Jugendentwicklung durch geeignete Standortwahl, gute Aussaatbedingungen,
Unkrautmanagement. Weiterhin sollten sehr frühe Saattermine vermieden werden, da diese
Bestände tendenziell früher angeflogen werden.
Eine chemische Bekämpfung nach Schadschwelle ist nur zwischen dem Keimblattstadium und
dem 6-Blattstadium möglich, bevor die Käfer mit der Eiablage beginnen. Bekämpfung ist Karate
Zeon möglich, Aufwandmenge 75 ml/ha. Eine Bekämpfung der Larven ist nicht möglich.

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Winterweizen: wichtige Fahnenblattbehandlung

Die Bestände gaukeln gesunde Blätter vor. Auf alten Blättern findet man teils Septoria- und Schneeschimmelsymptome. Man darf sich allerdings nicht täuschen lassen. Die Witterung war für die Infektionsausbreitung günstig. Aufgrund der langen Inkubationszeit bleiben gesetzte Septoria Infektionen mehrere Wochen unsichtbar. In engen Getreidefruchtfolgen ist auf DTR zu achten. Zwischenzeitlich tritt nesterweise auch immer wieder Gelbrost in Erscheinung.

 

Ab Stadium BBCH 37 – 39 kann die sehr ertragswirksame Fungizid-Abschlussbehandlungen gemacht werden, die die wichtigsten Assimilationsorgane, nämlich die letzten beiden Blätter, schützt. Daher sollten jetzt schwerpunktmäßig die potenten Lösungen eingesetzt werden. Diese Strategie hat den Vorteil, die nächsten 3 Wochen einen umfangreichen Schutz vor Blatt- und Ährenkrankheiten (auch wenn diese nicht getroffen wird) zu bieten. In Versuchen kann dem Greening Effekt von Strobilurinen und Carboxamiden ein Mehrertrag von ca. 2-3 dt/ha zugeschrieben werden.

 

Folgt noch eine Fusarium/ Ährenbehandlung, kann die Aufwandmenge ggf. um ca. 20 % reduziert werden.

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Sommergerste einkürzen

Infektionsgeschehen beachten

Bitte beachten Sie Ihre eigene Bestandsentwicklung. Wir haben Sommergersten vom Stadium 25 / 30 bis zum Stadium 37 in frühen Lagen. Dem Prognosemodell ISIP sind die letzten Tage hohe Wahrscheinlichkeiten mit Netzflecken, teils Ramularia und Rhynchosporium zu entnehmen. Sollte es das Wetter zulassen, ist eine Vorlage in BBCH 31 / 32 sinnvoll, mit z.B. 0,5 l/ha Input Classic.

 

Die Bestandesdichten sind teilweise hoch und die Halme „instabil“ – die Lagergefahr und der Pilzdruck nimmt stark zu. Im Bedarfsfall ist jetzt noch konsequent ein Wachstumsregler einzusetzen.

 

Mittelbeispiele: 0,3 – 0,4 l/ha Moddus.

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Triticale 

Triticale wird im Laufe der nächsten Woche das Fahnenblatt schieben. Ab dem vollständig geschobenen Fahnenblatt kann eine Abschlussbehandlung als Einmalbehandlung mit dem Schwerpunkt Gelb- und Braunrost gefahren werden. Vereinzelt findet man aber etwas Mehltau, der durch die kühlere und feuchte Witterung auch Chancen findet sich auszubreiten (v. a. in Gülle- und Gärrestbetrieben). Auch Gelbrostbefall ist aufgetreten: Augenmerk ist auf beispielsweise SW Talentro, Securo, Borowik und Tender PZO richten. Hier kann eine Vorbehandlung mit Azolen und Mehltauwirkung erfolgen und später eine reine Azolabschlussbehandlung gegen Fusarium.

 

Triticale weist oftmals deutlich höhere DON-Gehalte als Weizen auf, deshalb ist eine gezielte Fungizidmaßnahme zur Toxinminderung während der Blüte bei Infektionswetter dringend anzuraten. Optimaler Termin ein bis zwei Tage nach Regen!

 

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Weizen Fungizid-Behandlung und Wachstumsregler Einsatz

Die derzeitige niederschlagsreiche Witterung mit einer Blattnässedauer von oft über 36 Stunden begünstigt Infektionen von Septoria tritici. Durch den Regen werden Altinfektionen der unteren Blätter sehr schnell auf die neuen, ertragsrelevanten Blattetagen übertragen.

Durch die lange Inkubationszeit sind diese Infektionen allerdings frühestens  in circa drei Wochen sichtbar. Ein gezielter Fungizideinsatz gegen Septoria tritici muß deshalb rechtzeitig, spätestens 5-7 Tage nach einer Infektion mit Septoria-wirksamen Fungiziden erfolgen, Kombinationen mit anstehenden Wachstumsreglermaßnahmen bieten sich hier an.

   Wie z.B.

  • 1,0 - 1,25 l/ha Input Classic : Schwerpunkt: Septoria, Halmbruch, Mehltau. Schwäche: früher Rostbefall, vor allem bei spätem Anwendungszeitpunkt. 

Wachstumsregler: (geringer bis starker Lagerdruck): 0,3 - 0,4 l/ha Moddus oder 0,2 - 0,3 l Moddus + 0,3 + 0,5 l CCC oder nach CCC Vorlage 0,3 - 0,5 kg/ha Prodax oder 0,5 l/ha Medax Top + 0,5 kg/ha Turbo. Der CCC-Einsatz ist in Dinkel mit dem Produkt Manipulator zugelassen; keine Zulassung von Medax Top.

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Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

 

das Lagerhaus Feldkirchen ist von April bis einschließlich Juni auch an Samstagen zur Düngerabholung von 8:00 h bis 10:00 h geöffnet.

Ausgenommen sind Samstage, für die schlechtes Wetter prognostiziert ist. Hier bitten Wir um eine telefonische Anmeldung am jeweiligen Vortag.

Sortiment Lagerhaus Feldkirchen bei München

  • Mineralöle (Heizöl, Superheizöl, Diesel)
  • Futtermittel
  • Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Düngemittel für die Landwirtschaft